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Nov 02

Runder Tisch: Arbeit / Beschäftigung für Menschen mit schweren Behinderungen

November 2013

Fast 40 Interessierte besuchten am 28.11.2013 den Runden Tisch Schule-Beruf in der Paul-Kraemer-Schule, der sich diesmal mit dem Thema „Arbeit / Beschäftigung für Menschen mit schweren Behinderungen“ beschäftigte.

Bisher standen in der Regel die besonders leistungsstarken Schüler mit möglicherweise sogar Chancen auf einen Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt im Vordergrund. Dieses Mal lud die Vorbereitungsgruppe zum Austausch über die Chancen für Menschen mit intensiven Behinderungen in die Paul-Kraemer-Schule ein.

Nach kurzer Begrüßung und Hinführung zum Thema präsentierte Herr Theisen von der Donatus-Schule in Pulheim die Ergebnisse einer Elternbefragung, die an der Maria-Montessori-Schule in Brühl, der Paul-Kraemer-Schule in Frechen und der Donatus-Schule in Pulheim durchgeführt wurde. (Rückmeldungen insgesamt: 37). Die Befragung erhebt keinerlei Anspruch, repräsentativ zu sein, vermag aber dennoch einen ersten Eindruck von Aspekten zu vermitteln, die Eltern wichtig sind. (Details siehe Präsentation)

Präsentation RT 15 28.11.2013

Im Anschluss stellte Hr. Martin Plum die bestehenden Angebote der Reha-Betriebe Erftland in Bergheim und Brühl vor. Bereits hier tauchten eine Reihe von Fragen, vor allem aus der Elternschaft auf. Genannt seien hier z. B. die Frage nach der Fortfrührung in der Schule erfolgreich eröffneter Kommunikationswege (Kommunikationsbücher, elektronische Geräte, sog. Talker), Personalschlüssel, räumliche Unterbringung – separat oder in Produktionsbereiche integriert, Qualifikation der betreuenden Mitarbeiter, für Autisten angepasste Bedingungen,  …).

In Abwesenheit von Hrn. Ulrich Pfeufer, der leider verhindert war, stellte Hr. v. Papen in groben Zügen das bisherige Angebot und die damit gemachten Erfahrungen der St. Augustinus-Behindertenhilfe im Rhein-Erft-Kreis vor.

IMG Befürchtungen

Befürchtungen

Anschließend teilte sich die Versammlung. In Gruppe 1 tauschten sich Eltern über ihre Befürchtungen und Wünsche für ihre Kinder aus (s. Übersicht). Außerdem trugen sich interessierte Eltern in eine Verteilerliste für künftigen Austausch ein. Die Liste wird den entsprechenden Eltern in Kürze per Mail zugesandt und so wird ein direkter Austausch der Eltern untereinander möglich. Weitere interessierte Eltern können sich gerne anschließen. Eine E-Mail an „Schule-beruf@online.de“ mit dem Stichwort „Eltern“ reicht aus.

Elternwünsche

Wünsche

In Gruppe 2 diskutierten die  „Fachleute“ über Wünschenswertes und Möglichkeiten und auch die Notwendigkeiten,  um die sich aktuell auftuende Lücke (zu wenig Plätze in der WfBM in den nächsten Jahren vorhanden) schließen zu können.

Hr. Ulrich Lüking vom LVR steuerte sein Wissen – insbesondere bei Fragen nach der Finanzierung von intensiven Betreuungskonzepten innerhalb und außerhalb der WfBM bei. Vor allem aber machte er auch im späteren Plenum deutlich, dass es nicht darum gehen könne, mit eigenen Alternativprojekten parallele Strukturen zu vorhandenen Werkstätten aufzubauen (auch separate Tagesförderstätten – wie in einigen Bundesländern vorhanden) können nicht das Ziel sein, darin waren sich alle Anwesenden wohl einig).

Insgesamt ein spannender und interessanter Abend, der zeigt, dass das Interesse der Eltern an diesem Thema groß ist. Der Runde Tisch wird sich auch in Zukunft damit befassen und Eltern bei Ihrem Bemühen, sich mehr zu informieren und bei der beruflichen Zukunft ihrer Kinder mitzugestalten, unterstützen.

Wir danken allen Beteiligten und Helfern.

Termin für den nächsten Runden Tisch ist der 30.09.2014 um 19:00 Uhr in der PKS.