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Förderplanarbeit

1   Individuelle Förderplanung

In der Paul-Kraemer-Schule fördern und fordern wir jedes Kind / jeden Jugendlichen entsprechend seinen individuellen Lebens- und Lernvoraussetzungen.
Dabei entwickelt jedes Klassenteam zu Beginn jedes Schuljahres einen individuellen und umfassenden Förderplan für jeden Schüler, der unsere Unterrichtsarbeit begleitet und der prozessorientiert zu Beginn des 2. Schulhalbjahres evaluiert und inhaltlich entsprechend fortgeschrieben wird.
An der aktiven Förderung eines Schülers sind an unserer Schule immer mehrere Personen beteiligt: Lehrkräfte, Therapeuten, Eltern, sowie zusätzliches Hilfspersonal wie z. B. Integrationshelfer, Freiwillige Helfer und natürlich die Schüler selbst, so dass die Ergebnisse dieses gemeinsamen Austausches stets auch in die Förderplanarbeit mit einfließen. Für sie alle bildet die individuelle Förderplanung (neben den Arbeitsplänen für die gesamte Klasse) eine wichtige gemeinsame Arbeitsgrundlage und Voraussetzung für die tägliche Unterrichtsarbeit. Förderplanung ist somit ein Instrument zur zielgerichteten, individuellen Förderung und damit von grundlegender Bedeutung für eine effektive und nachhaltige Förderung unserer Schüler.
Zu Beginn der Schullaufbahn eines Kindes führt das Lehrerteam der Klasse eine genaue und umfassende Diagnostik des aktuellen Entwicklungsstandes, der Fähigkeiten und der konkreten Förderbedürfnisse der individuellen Schülerpersönlichkeit durch. Diese werden im Förderplan erfasst und dokumentiert. Das Klassenteam leitet daraus den individuellen Förderbedarf bzw. für den Schüler wichtige Förderziele her und beschreibt die konkreten unterrichtlichen Maßnahmen zur Umsetzung. Die Fördermaßnahmen stellen einerseits den Weg dar, um das gesetzte Förderziel zu erreichen, und andererseits haben diese direkte Auswirkungen auf die Gestaltung des Schulalltags.
Uns ist es zudem wichtig, die Kinder und Jugendlichen aktiv in die Förderplanung mit einzubeziehen, mit dem Ziel, dass sich der einzelne Schüler an seinem Förderplan orientieren kann, z.B. in Form visualisierter Förderziele. Indem mit dem Schüler im Unterricht seine individuellen Förderziele regelmäßig besprochen werden, wird er bestärkt, am Erfolg seines Förderprozesses aktiv mitzuwirken und daran teilzuhaben.

2   Evaluation

Nach Umsetzung der im Förderplan vereinbarten Maßnahmen schließt sich zum Ende des 1. Schulhalbjahres eine weitere diagnostische Phase zur Evaluation der durchgeführten Förderung an.
Die Evaluation des einzelnen Förderplans beinhaltet immer die Überprüfung der Wirksamkeit einer Fördermaßnahme in Bezug auf das vereinbarte Förderziel. Die Fortschreibung des Förderplans ist somit das Ergebnis der Evaluation, indem das Lehrerteam gemeinsam entscheidet, welche pädagogischen Maßnahmen weiterhin, in modifizierter Form oder neu in den Förderplan aufgenommen werden und es wird überprüft, ob der Schüler sein individuelles Förderziel erreicht hat und ggf. neue Förderziele im Förderplan ergänzt werden.

3   Aufbau und Inhalte eines Förderplans

Die Beachtung der Individualität des Einzelnen ist für uns ein wichtiges Qualitätskriterium, so dass wir die Förderpläne immer stärken- und kompetenzorientiert vom einzelnen Schüler aus entwickeln und entsprechend inhaltlich formulieren.

Im konkreten Förderplan werden für jeden Schüler:

  • sein aktueller Entwicklungsstand in einem bestimmten Entwicklungsbereich bzw. in einem Fachorientierten Lernbereich (siehe unten) beschrieben
  • die nächsten notwendigen Entwicklungsschritte und zu erreichenden Förderziele für den Schüler benannt
  • eine darauf abgestimmte unterstützenden Lernorganisation mit entsprechenden konkreten pädagogischen Maßnahmen zur Umsetzung des Förderziels dargestellt.

Verbindliche Entwicklungsbereiche im Förderplan sind:

  • Motorik,
  •  Wahrnehmung,
  • Kognition,
  • Sprache / Kommunikation,
  • Sozialverhalten / Emotionalität,
  • Lern- und Arbeitsverhalten.

Verbindliche fachorientierte Lernbereiche im Förderplan sind:

  • Deutsch,
  • Mathematik.

Die in einem aktuellen Förderplan beschriebenen Förderziele und Maßnahmen konzentrieren sich immer auf:

  • zwei verschiedene Entwicklungsbereiche,
  • die fachorientierten Lernbereiche (Deutsch und Mathematik).

Weitere Unterrichtsfächer (z.B. Selbstversorgung, Sport, Kunst) können individuell mit aufgenommen und beschrieben werden.
Dabei ist es wichtig, die einzelnen Förderziele möglichst kleinschrittig und inhaltlich nicht zu weit zu formulieren, so dass der Schüler in der Lage ist, diese zu erreichen.

Zum Ende des Schulhalbjahres werden die durchgeführten unterrichtlichen Maßnahmen und gesetzten Förderziele entsprechend überprüft (Evaluation) und für das 2. Halbjahr ggf. angepasst, ergänzt, verändert und dokumentiert. Jeweils zu Beginn eines Schuljahres wird der Lernstand und die aktuelle Entwicklungssituation des Schülers erneut überprüft und ein neuer Förderplan entwickelt.

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